Vom Exerzitium zum künstlerischen Höhepunkt – Festival 10.–12. März 2023

Über die Veranstaltung
Leitung: Boris Bloch mit Beiträgen u. a. von Sabine Simon, Andrey Zenin (3. Preisträger Darmstadt 2022), Stanislav Korchagin, Quyen Tran le Bao und Eduard Kiprsky.
An diesem Wochenende wird Boris Bloch die Entwicklung der Klavieretüde unter die Lupe nehmen und mit vielen unterschiedlichen Beispielen den Weg dieser Gattung zur absoluten Kunstform schildern. Eine zentrale Rolle spielen die Etüden op. 10 und op. 25 von Fryderyk Chopin. Es geht aber dann viel weiter mit Liszt, Rachmaninow, Skrjabin, Debussy u. v. m.
BORIS BLOCH, in Odessa geboren, gehört seit langem zu den wichtigsten Interpreten der klassischen und romantischen Klaviermusik. Ausgebildet am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium in der Meisterklasse von Dimitri Bashkirow erarbeitete er sich früh ein breites Repertoire von Scarlatti und Bach, der Wiener Klassik, Chopin und Liszt über die deutsche und russische Romantik bis zu wichtigen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Nach dem Studium gewann er mehrere internationale Klavierwettbewerbe, u. a. den 1. Preis beim Busoni-Wettbewerb 1978 in Bozen. Seine Aufnahmen von Liszt-Opernparaphrasen wurden mit dem Grand Prix International du Disque Liszt der Lisztgesellschaft Budapest und dem Diapason d'Or Paris ausgezeichnet, das Klavierwerk Mussorgskys mit dem Preis Excellence Disque (Paris). 2018 verlieh ihm die Österreichische Lisztgesellschaft die Ehrenmitgliedschaft. Für seine Lehrtätigkeit an der Folkwang Hochschule erhielt er 2007 den Musikpädagogikpreis der Köhler-Osbar-Stiftung.
SABINE SIMON studierte an der Hanns-Eisler-Musikhochschule Berlin bei Annerose Schmidt und vertiefte ihre Ausbildung an der Indiana University Bloomington (USA) bei György Sebök, Menahem Pressler und János Starker, am Salzburger Mozarteum bei Hans Leygraf sowie als Stipendiatin der Internationalen Akademie des Ensemble Modern Frankfurt. Bereits mit 16 Jahren debütierte sie mit dem Berliner Sinfonieorchester. Erste Preise beim Nationalen Bach-Wettbewerb Leipzig und beim Bechstein-Wettbewerb „Piano in Concert“; Sonderpreis beim V. Europäischen Chopin-Wettbewerb Darmstadt; Edvard-Grieg-Preis Oslo. Seit 2005 unterrichtet sie als Dozentin für Klavier an der Akademie für Tonkunst Darmstadt.
STANISLAV KORCHAGIN, geboren am 23. Juli 1993, begann mit 13 Jahren zu konzertieren und studiert seit 2011 bei Tatiana Zelikman an der Gnessin-Akademie für Musik in Moskau. Preisträger der Prokofiev Open Piano Competition Moscow Region (2011) und des Moscow Music Festival „Virtuoso“ (2013). Im Juni 2022 gewann er den 2. Preis beim All-Russian Klavierwettbewerb in Krasnojarsk und Ende Februar 2023 den 2. Preis und den Publikumspreis beim XXV. Internationalen Skrjabin-Klavierwettbewerb in Italien. 2016 spielte er beim Festival „Faces of Modern Pianism“ in St. Petersburg mit dem Orchester des Mariinsky-Theaters.
TRAN LE BAO QUYEN, geboren 1994 in Hanoi, studierte 2002–2012 an der Vietnam National Academy of Music. 2013 begann sie ihr Bachelorstudium bei Sabine Simon an der Akademie für Tonkunst Darmstadt (Abschluss 2018). Sie nahm an Meisterkursen u. a. bei Andreas Weber, Irina Edelstein, Martyn van den Hoek, Boris Bloch, Andrzej Jasiński, Martin Kasik, Hubert Rutkowski, Aleksandra Mikulska, Giuliano Mazzoccante, Dang Thai Son teil. Ihr Master of Music absolvierte sie bei Prof. Florian Hoelscher an der HfMDK Frankfurt.
EDUARD KIPRSKY absolvierte sein Klavierstudium am St. Petersburger Konservatorium und schloss dort ein Aufbaustudium in Klavier und Komposition sowie ein Masterstudium mit „Künstlerischer Exzellenz“ an der Folkwang Universität der Künste in Essen (Klasse Boris Bloch) ab. Mehrere 1. Preise bei Klavier- und Kompositionswettbewerben in Europa, u. a. Internationaler Köhler-Osbar-Wettbewerb (2009), Steinway Förderpreis (2012), Internationaler Zypern-Wettbewerb 2020 (Komposition), V. Allrussisches Festival „Komponist und Pianist“ (St. Petersburg 2021); 2. Preis und Silbermedaille beim Internationalen Rachmaninow-Wettbewerb Moskau 2022 (Komposition). Mitglied der Vereinigung der Komponisten zeitgenössischer Musik in Wien.
ANDREY ZENIN, geboren 1995 in Sotschi, begann mit vier Jahren Klavier zu spielen. Studium am Staatlichen Rachmaninow-Konservatorium Rostov bei Rimma Skorokhodova und am Royal Conservatoire of Scotland Glasgow bei Graeme McNaught. Heute studiert er bei Balázs Szokolay und Thomas Steinhöfel an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Stipendiat der Internationalen Musikakademie Liechtenstein. Zahlreiche Preise: 1. Preis Skavronsky Inspiration International Competition, 2. Preis Moscow International Fryderyk Chopin Competition for Young Pianists, Semifinalist Hamamatsu 2018, Hauptfeld 18. Chopin-Wettbewerb Warschau 2021. Im Oktober 2022 erhielt er den 3. Preis und den Improvisationspreis beim XII. Internationalen Chopin-Klavierwettbewerb in Darmstadt.
Biografien
Vom Exerzitium zum künstlerischen Höhepunkt – Festival 10.–12. März 2023
10.–12. März 2023 · Fr. 19:00 · Sa. 10:00 / 18:00 · So. 11:00 / 18:00 Uhr · Literaturhaus Darmstadt
Boris Bloch
Sabine Simon (Rezital)
Teilnehmende
Franz Liszt (1811–1886)
Franz Liszt
Franz Liszt
Franz Liszt
Fryderyk Chopin
Fryderyk Chopin
Aleksander Skrjabin (1872–1915)
Claude Debussy (1862–1918)
Aleksander Skrjabin
Fryderyk Chopin
Franz Liszt
Teilnehmende
Quyen Tran le Bao – Claude Debussy
Eduard Kiprsky – Sergey Rachmaninow (1873–1943)
Pause
Andrey Zenin – Fryderyk Chopin
Andrey Zenin – Franz Liszt
Andrey Zenin – Sergey Rachmaninow