21. – 28. September 2018
Leitung: Tamás Ungár (22.–25.09.) · Aleksandra Mikulska und Sabine Simon (26.–28.09.)

Der Meisterkurs
Sa. 22.09. bis Do. 27.09.2018 jeweils 10:00 – 13:00 und 15:00 – 19:00 Uhr, Fr. 28.09.2018 von 10:00 – 13:00 Uhr im Literaturhaus / Kennedy-Haus, Darmstadt.
Ausgeschrieben für junge Pianisten geht es um unterschiedliche Themen — die Vermittlung der Chopin-Tradition oder freie Programmwahl zur Vorbereitung von Musikexamen, Konzerten und Klavierwettbewerben. Jeder Teilnehmer erhält 3–4 Unterrichtseinheiten von jeweils einer Stunde. Zuhörer erwünscht — freier Eintritt.
Die zwei grandiosen Etüdenzyklen nehmen einen besonderen Platz in der Klavierliteratur ein. Mit ihnen erreicht Chopin eine geniale Vereinigung von technisch höchst instruktivem Studienmaterial und großer Konzertliteratur mit profundem musikalischen Inhalt, die Generationen von Komponisten nach ihm — von Debussy und Skrjabin bis Ligeti — inspirierte.
Chopin entwickelt darin seine ganz persönliche Klangsprache, mit unerhörter Farbigkeit, neuen Texturen und Figurationen sowie einem unerschöpflichen Reichtum an polyphonen, metrischen und artikulatorischen Varianten — so dass die Etüden auch als pianistischer Schlüssel zum Gesamtwerk Chopins gesehen werden dürfen. Innerhalb des Kurses besteht die Möglichkeit, sich gezielt mit spieltechnischen Anforderungen und interpretatorischen Ansätzen auseinanderzusetzen.
Dozenten
Pianist Tamás Ungár hat weltweite Anerkennung für seine kraftvollen Performances und innovativen Programme erhalten. Er ist ein häufiger Gastkünstler in zahlreichen Musikzentren in den Vereinigten Staaten und tritt regelmäßig auf der ganzen Welt auf. In den vergangenen Jahren trat er in Amerika, Australien, Brasilien, Kolumbien, Ungarn, Rumänien, England, Taiwan, Hongkong, der Volksrepublik China, Korea und Japan auf. Zu den Höhepunkten gehören Auftritte mit dem Sacramento Symphony Orchestra, als Solist und Dirigent von Mozarts Klavierkonzerten an der University of Leeds und als Artist-in-Residence sowie Solo-Recitals und Meisterklassen an der Liszt Academy in Budapest.
Tamás Ungár hat sich neben seinen Engagements zu einem der bekanntesten und angesehensten Pädagogen der USA entwickelt. Als Gründer und Executive Director der PianoTexas International Academy & Festival und Mitglied der TCU Piano Faculty zieht er Studenten aus der ganzen Welt an. Seine Studenten wurden mit Preisen in nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet und haben u.a. in der Alice Tully Hall und der Carnegie Recital Hall in New York City gespielt.
Dr. Ungárs einflussreichste Lehrer waren Alexander Sverjensky am Konservatorium von Sydney, Lajos Hernádi an der Liszt-Akademie in Budapest und György Sebök an der Indiana University, wo er den Doktortitel in Musik erhielt.
Aleksandra Mikulska, seit 2014 Präsidentin der Chopin-Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland e.V. in Darmstadt, gehört zu den bedeutendsten Vertretern der jungen Generation von Ausnahmepianisten. Ihre Interpretationen wurden mit zahlreichen internationalen Prämierungen gewürdigt, darunter dem Sonderpreis als beste polnische Pianistin beim XV. Internationalen Fryderyk-Chopin-Wettbewerb in Warschau.
Konzerteinladungen führten sie u.a. in die Tonhalle Zürich, die Philharmonie Essen, das Kurhaus Wiesbaden, das Münchner Künstlerhaus, die Nationalphilharmonie Warschau, den Wiener Musikverein, den Nikolaisaal Potsdam und das Brucknerhaus Linz. Sie ist regelmäßig zu Gast bei internationalen Festivals und konzertiert mit Orchestern in Deutschland, Österreich, Belgien, Italien, Polen und der Schweiz.
1981 in Warschau geboren, studierte Aleksandra Mikulska bei Peter Eicher an der Hochschule für Musik Karlsruhe, an der Accademia Pianistica Internazionale „Incontri col maestro“ in Imola sowie in der Meisterklasse von Arie Vardi an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, an der sie 2010 ihr Konzertexamen ablegte.
Sabine Simon, geboren 1971 in Berlin, studierte an der Hanns-Eisler-Musikhochschule in Berlin bei Annerose Schmidt. Sie vertiefte ihre Ausbildung an der Indiana University in Bloomington bei György Sebök, Menahem Pressler und Janos Starker, am Salzburger Mozarteum bei Hans Leygraf sowie als Stipendiatin der Internationalen Akademie des Ensemble Modern in Frankfurt.
Bereits mit 16 Jahren debütierte sie mit dem Berliner Sinfonieorchester. Es folgten zahlreiche nationale und internationale Klavierabende und Konzerte, u.a. mit dem Gewandhausorchester Leipzig, der Dresdener Philharmonie, der Berliner Philharmonie und dem polnischen Rubinstein-Philharmonieorchester Lodz.
Sie gewann Preise bei nationalen und internationalen Klavierwettbewerben, darunter erste Preise beim Nationalen Bach-Wettbewerb Leipzig und beim Bechstein-Wettbewerb „Piano in Concert“. Seit 2005 ist sie Dozentin für Klavier und Klaviermethodik an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt.
Rahmenprogramm